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27 April 2012

10 Jahre nach den Menschen…

…eine Doku-Serie, die man von Zeit zu Zeit bei N24 sehen kann. Was von Menschen bleibt ist wenig…vielleicht ein paar Plastikflaschen. Alles andere bricht zusammen und wird von der Natur zurück erobert.
Ein Wohnblock, er ist schon seid Jahren leer gezogen, erlebt den Fortschritt der Natur an seiner Hausfassade. Sieht schon irgendwie schön aus, finde ich.
Und nicht nur das Grünzeug erobert sich seinen Platz zurück auch die Piepmätze ziehen ein und können sich ungestört ihren Nachwuchs widmen.
Irgendwann wird das Haus abgerissen und öffnet den Windkanal, wie in meiner Wohnecke. Die Gebäude wurden Anfang den 80iger Jahre so aneinander gereiht, dass der Wind nicht mehr um die Ecken pfeifen konnte. Die Neubauwohnungen waren damals sehr beehrt, weil die Politik von damals auf Neubau setzte und die Innenstädte deshalb marode wurden. Heut hat sich alles umgekehrt. Die Innenstadt wurde zu teuren Mietwohnungen saniert. Wer Geld hat, zieht entweder auf´s Land ins eigene Haus oder in die Innenstadt. Wer weniger Geld hat, zieht in die Neubaugebiete. Hier gibt es genügend bezahlbaren Wohnraum, doch immer mehr Wohnungsleerstände bleiben nicht aus. Deshalb entscheiden die Vermieter sich zum Abriss einiger Wohnblöcke.
Tja…so ändern sich die Zeiten.
Mich zieht es jedoch nicht hier weg, denn ich hab zu jeder Seite meiner Wohnung blauen Himmel und viel grün.


Ostseemaus

22 April 2012

Was kann man noch essen….

..ohne ein schlechtes Gewissen zu haben?

Tierische Produkte aus der Massentierhaltung

Obst und Gemüse, das es in sich hat? .und damit sind nicht die Vitamine gemeint.

Fisch von fast abgefischten Gewässern?

Das war Gesprächsthema von Sohnemann und mir, als wir auf dem Balkon saßen um unseren Sonntagsessen zu genießen. Nein, es war kein Braten, es waren simple Eierkuchen mit Apfelringe oder Apfelmus. Wir diskutierten in alle Richtungen, kamen jedoch über das Nölen nicht hinaus. Alles Lug und Trug!  Der Verbraucher will es so, dann aber auch wieder nicht. Er will für billig Geld gut essen und das auch noch gesund.

Aber geht denn das überhaupt?

Was muss sich ändern, damit es sich ändert?

Muss erst das Öl versiegen, damit die Menschheit umdenkt?

Ich denke schon, dass erst etwas gravierendes passieren muss, damit ein Umdenken eingeleitet werden kann. Solange werden wir unser Essen wider besserem Wissen aus ungesundem Essen zusammenstellen.

Achja..was macht der Storch ? 

Er dreht die Eier…man gönnt sich ja sonst nichts und beobachtet die Natur vom PC aus:

Ostseemaus

25 Januar 2009

Deckungsgleich ?

Was meine Augen sahen, wollte ich nicht glauben. Der Text, er veränderte sich auch unter meinem fixierenden Blick nicht. „Heute kein Zugriff mehr“ und entgeistert musste ich zusehen, wie meine Karte vom Geldautomaten verächtlich ausgespuckt wurde.

Während die zitternde Fingerspitzen den Rest der Karte aus dem Schlitz zieht, wandern die ausdruckslosen Augen langsam vom Automaten zur Geldkarte und zurück. Die Augen scheuen den Blick in die Halle, niedergeschlagenen Augenlider sind ein gutes Versteck.

Mit einem Schlag war ich nackt, gefangen und eine Aussätzige.

„Kein Geld...wie einem das gleich die Stimmung verdirbt“

Als ich den Satz in den Roman „Das JesusVideo“ las, wäre ich vor lachen fast von meinem Sessel gefallen. Der Satz, wie lebensnah, wie treffend, super treffend. Insgeheim war ich froh, meine Geldkarte wurde vom Geldautomaten nicht so schlecht behandelt.

Aber dann, dann traf es mich.

„Der vorletzte Kontoauszug, er traf mich wie ein Schlag. In dem Moment fiel mir der Satz wieder ein

„Kein Geld...wie einem das gleich die Stimmung verdirbt“

Wieder warf er mich fast wieder aus dem Sessel, jedoch diesmal nicht vor lachen, sondern vor Tränen.

Diese Zahlen

sie verdrehten
den Kopf und machten ihm schwindlig

sie schossen
in die Knie und machten sie weich

sie schlugen
auf den Magen und hinterließen einen Brechreiz

sie trieben
Hitze auf die Stirn und hinterließen Schweißperlen

sie pochten
an die Herzwand und hinterließen einen dumpfen Schmerz

sie beschleunigten
den Blutfluss und hinterließen einen erhöhten Blutdruck

sie spannten
die Stimmbänder an und hinterließen einen ungewollten Aufschrei

sie schnürten
den Hals und hinterließen Atemnot

sie rissen
mich aus dem Schlaf und hinterließen Schlaflosigkeit

sie drückten
auf die Drüsen und hinterließen Tränen

sie verlangten
nach Deckung........ 



Was der Anblick von Zahlen in (m)einem doch alles auslösen konnte...die Zahlen eines aktuellen Kontostandes.....