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02 Februar 2011

auspendeln

Diese Nacht hab ich tief geschlafen und den größten Teil der Nacht verträumt. Ein Traum löste den anderen ab und einer davon brachte ein Baby zur Welt. Obwohl ich schon lange dem Alter entwachsen bin, ein neues Baby kann ich im Traum immer noch zur Welt bringen.

Dies ist jedoch nicht mit einem echten Baby zu vergleichen, sondern symbolisiert traumtechnisch einen Neuanfang. Damit hat hat mein Traum die Frage nach alt oder neu beantwortet. Zur Zeit sehe ich noch nicht, was an Neuem auf mich wartet. Mein Augen sind noch blind dafür. Ich kann noch nicht mal erahnen, worauf ich mich einstellen muss.

Auch laufe ich Gefahr, das Neue zu übersehen, wenn ich den Impuls nicht genügend wahrnehme.

Neue Impulse haben mich im Leben immer ein Stück weiter gebracht. Das Leben an sich bewegt sich zeitlich zwar immer weiter und kontinuierlich auf dem Zahlenstrahl weiter, doch das eigene kann trotzdem dabei still stehen.

Ich bin nun neugierig, wohin es mich auf dem Zahlenstrahl führen wird

29 Januar 2011

Verbindung

Das, was ich am schreiben immer spannend finde, sind die Erkenntnisse, die sich nachhaltig, als nachdem ich alles zu “Papier” gebracht habe, einen AHA auslösen.
Gestern beschrieb ich meine Todesangst, die sich als Makro-Gedanken-Blitz fast täglich in meinen Tagesauflauf einmischt. Diese Urangst vor dem eigenen Ende  ist sicher in jedem. Sie ist eben die Größte. Doch als sich meine niedergeschriebenen Worte von Tod und Verderben auf mich nachwirkten, erkannte ich den Hintergedanken dieser diffusen Angst.
Wie eine mathematische Formel summieren sich mein tägliches Einerlei mit der damit einhergehenden Langenweile zu einer Todesangst, die nach dem Gleichheitszeichen zu finden ist. Irgendwie gruselig – immer, wenn ich ans Ende denke. Aber die Zeit für die Katakomben ist noch nicht angebrochen
Aber warum diese Gedanken? Warum muss ich immer wieder an mein nahes Ende denken?
Heut kam ich drauf. Mein langweiliger Tagesablauf sich so öde geworden, das ich mich zu Tode langweile.
Darin liegt der Hund begraben.

14 August 2010

gesunder Schlaf

Die letzt Nacht verbrachte ich wie die Prinzessin auf der Erbse-
Ein Matratze lag auf meiner Couch und so schlief ich wie eine Prinzessin auf meinen Polstern.
Wie die meisten Menschen, die im Bett schlafen, verfüge ich über kein Bett. Ich schlafe seid vielen Jahren nur auf Matratzen am Boden oder auf Liegen oder auf Couchen. Ein richtiges Bett besitze ich seid meiner Scheidung nicht mehr.
In der Phase der Trennung erlebte das Ehebett damals für mich sowas wie eine Folterkammer in körperlicher und seelischer Hinsicht. Nach dem ich die schmerzvolle und zum Teil lebensbedrohliche Zeit der Trennung überlebte, war ich traumatisiert und bin es wohl bis heut noch. Ich hielt zwar nach einen neuen Partner Ausschau, doch in einen Ehebett schlief ich nie wieder.
Heut genieße ich meine selbstgebaute die Liegewiese von aufgeklappter Couch und einer großen Matratze oben drauf. Für ein paar Tage noch, dann nimmt mein Sohn die Matratze in seinen Besitz und wird sie als Schlafgelegenheit in seiner neuen Wohnung viele Kilometer von zu Haus entfernt auf den Boden legen und darauf schlafen.

20 Juli 2010

Sommerloch

Kaum zu glauben, aber heutzutage bin ich froh, wenn der Tag einen einfachen Lauf nimmt.

Heut ist nichts geschehen und nichts passiert, was die Alltagsroutine unterbrochen hätte. So bleib das Leben im stetigen Fluss, ohne Stromschnelle oder Wasserfälle oder Überschwemmungen. In meinem Leben hat sich grad ein Sommerloch ausgebreite und sich über Tag und Nacht gelegt.

Es gibt nichts, worüber ich mich ärgern könnte.

Es gibt nichts, worüber ich mich freuen könnte.

Oder doch?

Vielleicht sollte ich mich darüber freuen, dass es nichts gibt, worüber ich mich ärgern muss.

08 Dezember 2009

Der leere Tag

Vielleicht liegt es ja daran, dass ich mit der Zeit blind – sozusagen betriebsblind – geworden bin und fast der ganze Tagesablauf an mir vorbeirauscht, ohne dass ich ihn überhaupt bemerkt habe. Nur wenn etwas unvorhergesehenes passiert und geplantes in andere Bahnen gezwängt wird, dann bleibt eine Spur von Erinnerung hängen. Alles andere verschwindet im Dunstkreis des Vergessens

21 Januar 2009

Selbstmorddrohungen ?

Nach fast 20 Jahren Rauchen hab ich mich vom blauen Dunst befreit. Das war wirklich ein schwerer Akt, denn die Macht der Gewohnheit, bei jeder Gelegenheit den Glimmstengel zwischen die Lippen zu schieben, lies ich nur schwer loseisen. Sie klebte fest mit der Kraft eines Sekundenklebers an mir. Aber es gelang mir und ich konnte mit viel Überlistungskunst der Macht der Gewohnheit und damit dem blauen Dunst entrinnen.

Das ist nun schon ein paar Jahre her . Damals waren die Zigaretten noch preiswert und ich bekam eine Zwanziger Schachtel schon für 3,20 DM - heut zahl man 3.70 €, d.h. für eine Siebzehner Schachtel, als mehr als das doppelte.

Doch noch etwas neues kam in der Zwischenzeit dazu. Damals standen noch keine bedrohlichen Warnungen wie diese


auf den Schachteln.

Allan Carr hatte schon auf den Umsinn dieser Maßnahme hingewiesen. Dieser bedrohliche Text löst unterschwelligen Stress aus und das ich für Raucher häufig ein Grund, sich eine Zigarette anzustecken, denn - davon kann ich ein Lied singen - bei Stress zündet der Raucher sich eine Zigarette an.

Der Nikotin im Blut bewirkt eine Gehirnwäsche, die sich durch drastische Losungen nicht auflösen läßt.

Stünde so ein bedrohlicher Informationstext auf einer Teeschachtel - dieser Tee ist mit Pestiziden verseucht - würde selbst ein Raucher ihn nicht trinken.