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14 August 2018

Nostalgische Erinnerung

Als ich Federhalter, Feder sowie das kleine Tintenfass in den Regalen des Kaufhauses sah – ich ging nur ins Haus, um mir die Langeweile zu vertreiben – erinnerten sie mich spontan an die Anfänge meiner Schulzeit. Ich wollte wissen, ob ich mit der Feder, wie auf dem Bild zu sehen ist, noch schreiben kann.  Das war das Schreibzeug in den Anfängen meiner Schulzeit. Ich erinnere mich noch an das Schriftbild mit dünnen und dicken Schriftzügen und an die Kleckse, die mein Schulheft ebenfalls zierte.
Als Zweitklässler war ich damals ja nicht so geschickt und wenn  die Feder zu tief ins Tintenfass getaucht wurde, fiel die überschüssige Tinte  bei der ersten Berührung mit dem Papier als Tropfen auf die Seite. Nur durch geschickte Fingerfertigkeit im Gespür im Umgang mit Feder und Tinte erhielt man ein schönes Schriftbild. Wie bei meinen Versuch auf dem Bild zu sehen ist, habe ich zwar keine Kleckse produziert, aber einen gleichmäßigen Schriftzug konnte ich auch nicht erzeugen.



Der Füllhalter, wie man ihn heute kennt, kam erst später in meinen Schulalltag. An die heute üblichen Patronen war damals auch noch nicht zu denken, denn der Füllhalter musste mit Tinte “aufgezogen” werden. Also blieb auch das Tintenfass weiter Bestandteil meiner  Schulmaterialien. Wenn ich  vergessen hatte, meinen Füllhalter zu Hause mit Tinte  zu füllen, dann musste ich mir eine  Gardinenpredigt  vom Lehrer anhören und in der Kopfnote “Ordnung” eine schlechte Zensur gefallen lassen und mit Bleistift weiter schrieben
Ja, was doch ein Zufallsfund wieder für Erinnerungen in einem wach ruft.  Bei mir sind es zum Glück nur gute Erinnerungen, Es gibt kein Ereignis, dass mein Erinnerung eingetrübt hätte, außer, dass ich ab und zu mal in die Situation kam, wie auf dem Bild zu sehen ist.

27 April 2012

10 Jahre nach den Menschen…

…eine Doku-Serie, die man von Zeit zu Zeit bei N24 sehen kann. Was von Menschen bleibt ist wenig…vielleicht ein paar Plastikflaschen. Alles andere bricht zusammen und wird von der Natur zurück erobert.
Ein Wohnblock, er ist schon seid Jahren leer gezogen, erlebt den Fortschritt der Natur an seiner Hausfassade. Sieht schon irgendwie schön aus, finde ich.
Und nicht nur das Grünzeug erobert sich seinen Platz zurück auch die Piepmätze ziehen ein und können sich ungestört ihren Nachwuchs widmen.
Irgendwann wird das Haus abgerissen und öffnet den Windkanal, wie in meiner Wohnecke. Die Gebäude wurden Anfang den 80iger Jahre so aneinander gereiht, dass der Wind nicht mehr um die Ecken pfeifen konnte. Die Neubauwohnungen waren damals sehr beehrt, weil die Politik von damals auf Neubau setzte und die Innenstädte deshalb marode wurden. Heut hat sich alles umgekehrt. Die Innenstadt wurde zu teuren Mietwohnungen saniert. Wer Geld hat, zieht entweder auf´s Land ins eigene Haus oder in die Innenstadt. Wer weniger Geld hat, zieht in die Neubaugebiete. Hier gibt es genügend bezahlbaren Wohnraum, doch immer mehr Wohnungsleerstände bleiben nicht aus. Deshalb entscheiden die Vermieter sich zum Abriss einiger Wohnblöcke.
Tja…so ändern sich die Zeiten.
Mich zieht es jedoch nicht hier weg, denn ich hab zu jeder Seite meiner Wohnung blauen Himmel und viel grün.


Ostseemaus

22 April 2012

Was kann man noch essen….

..ohne ein schlechtes Gewissen zu haben?

Tierische Produkte aus der Massentierhaltung

Obst und Gemüse, das es in sich hat? .und damit sind nicht die Vitamine gemeint.

Fisch von fast abgefischten Gewässern?

Das war Gesprächsthema von Sohnemann und mir, als wir auf dem Balkon saßen um unseren Sonntagsessen zu genießen. Nein, es war kein Braten, es waren simple Eierkuchen mit Apfelringe oder Apfelmus. Wir diskutierten in alle Richtungen, kamen jedoch über das Nölen nicht hinaus. Alles Lug und Trug!  Der Verbraucher will es so, dann aber auch wieder nicht. Er will für billig Geld gut essen und das auch noch gesund.

Aber geht denn das überhaupt?

Was muss sich ändern, damit es sich ändert?

Muss erst das Öl versiegen, damit die Menschheit umdenkt?

Ich denke schon, dass erst etwas gravierendes passieren muss, damit ein Umdenken eingeleitet werden kann. Solange werden wir unser Essen wider besserem Wissen aus ungesundem Essen zusammenstellen.

Achja..was macht der Storch ? 

Er dreht die Eier…man gönnt sich ja sonst nichts und beobachtet die Natur vom PC aus:

Ostseemaus

15 April 2012

bin nicht als Held geboren

Seid gestern hält der Frühling auch bei uns ernsthaft Einzug. Nur noch ein paar Tage mit Sonnenschein und der Winter ist vergessen. Aber nicht nur die Sonne spendet mir neue Lebenskraft, sondern auch Bäume. Deshalb schlenderte ich gestern mal wieder zur Mühle. Um sie herum wurde aus der Wüstenei von der Stadt eine schöne Spaziergänger Meile gemacht.

Mein absolutes Lieblingsmotiv ist diese Mühle. Heut wird sie als gastronomische Einrichtung genutzt.

Vor der Mühle haben die Schafe – hier zu sehen in perfekter Schlaf-Tarn-Haltung -  ihren Auslauf. Sie locken viele Kindern an. Sie können die früheren Nutztiere der Bauern noch streicheln.

Das zarte Grün der Birken wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Das kleine Mini-Birkenwäldchen steht in der Nähe der Mühle. Mir kam gestern dabei die Idee, vielleicht ein paar Yogastunden darunter für Interessierte zu geben. Den Vormittag kann ich mir dafür ganz gut vorstellen. Ich rolle meine Matte aus und fange einfach an. Vielleicht gesellt sich jemand dazu und noch jemand. Wäre doch toll..so wie in China sich im Park zu treffen um gemeinsam Qi Gong zu machen.

Achja..die Natur vor der Tür kann auch was erholsames sein.

Die Kinderspielplätze bevölkern sich wieder.

Die alten knorrigen Lerchengestalten lassen gruselige Gedanken aufkommen.

Und es dauerte auch nicht lange, das zog ein rotes Etwas seine Aufmerksamkeit auf sich. Ich hätte nicht so viel Krimis gucken sollen, denn meine Fantasie machte grade ein paar Sprünge. Liegt da etwa ein Toter ?

Der abgerissene Schlips lässt meiner Fantasie noch weitere Sprünge machen. Ohje..ist hier etwas ein Drama passiert?

Und im Gebüsch liegt noch was rum. Sieht nach Hose und Schlüpper aus. Ohje..ist hier jemand getötet worden? Ich merke wie mein Herz lauter schlägt und mit bumbum an der Brustwand dröhnt.

Oder waren hier die Kreuzritter zu Gange und haben ihre Opfer entkleidet, bevor man sie verscharrt hat. Ich wage mich näher an das Objekt.

 

Die Jacke sieht noch gut aus und niemand ist drin, der nach Leiche aussieht. Und wenn hier eine Leiche wäre, hätten die Hunde sie schon schnell aufgespürt, beruhige ich mich. Ich gebe zu, ich war wirklich nicht heiß drauf, eine Leiche zu entdecken und damit zog ich mich wieder zurück und ging weiter meines Weges...

…und nehme noch mal die verfallene Hütte in Augenschein. Sie ist noch weiter zusammen geklappt….

…und fristet immer noch ihr karges Dasein zwischen Weide und Koniferen.

Mein Spaziergang ist beendet, die Sonne verzieht sich hinter den Wolken und ich mache mich wieder auf den Weg nach Haus. Geblieben ist die Idee von der Yogastunde auf der großen Wiese direkt vor der Mühle. Sie hat sich erhärtet. Mal sehen, ob ich einige Menschen zum morgendlichen Yoga animieren kann. Von deiner Leiche m Rostock hab ich bis heut noch nichts gehört, also entsprangen  meine Gedanken de Fantasie – ich hab einfach zu viele Krimis gesehen und gelesen

Man gönnt sich ja sonst nix und wirft noch einen Blick auf das Storchenpaar, das weiter an seinen Nachwuchs arbeitet

 

Ostseemaus

12 April 2012

schneller geht´s nimmer

Tja..wie man sieht, hat sich seid gestern nicht viel geändert. Der Himmel noch grau und die Frühjahrsbegrünung hält sich in Grenzen. Wissenschaftler haben ermittelt, dass der Frühling mit einer Geschwindigkeit von 40 km pro Tag von Süden zum Norden wandert. Da frage ich mich,in welchen Teil von Deutschland er jetzt seinen echten Einzug gehalten hat. Ich habe Geduld und halte weiter von meiner Balkonbrüstung aus nach dem Frühling Ausschau.

In diesem Jahre warte ich wie schon seid langem nicht mehr auf die wärme Jahreszeit. Der triste Winter hat mich hungrig werden lassen. Nach dem gelben Licht der Sonne, nach dem warmen Frühlingswind, nach den bunten Wiesen, wie die Natur sie geschaffen hat. Davon gibt´s leider immer weniger.

Mit weniger Licht kommt Spinne Olga aus. Sie hat es sich seid gestern in meinem Bad gemütlich niedergelassen und wartet geduldig hängend im Netz in der Dunkelheit auf eine fette Mahlzeit. Sie hat ihr Netz zwischen zwei Körper gespannt, in dem allerlei Badutensilien abgelegt sind. Das Netz muss sie über Nacht gespannt haben, denn gestern haben war da noch nx.

Ob sie wohl Erfolg haben wird ? Zumindest in meiner Wohnung ist weit und breit noch keine Fliege zu sehen.

Naja..Man gönnt sich ja sonst nix und beobachtet die Natur von zu Hause aus. Entweder vom Balkon aus – oder von PC aus.

Heut sind Mutter und Vater Storch zu sehen.

Ostseemaus

09 April 2012

ein Experiment starten ?

Ich habe schon schönere Tage erlebt, als Heut. Wolkendecke grau in grau und undurchlässig für Sonnenstrahlen. Da stahlt auch nur noch der Forsythien-Strauch mit einem schwachen gelb. Der Blick auf meinen Hinterhof ist heut eher fade.

Vielleich ist auch der graue und kalte und kalte Ostermontag der Grund, warum ich in meinen Gedanken versank und auf 2 Erkenntnisse traft.

  1. Meine Migräne geplagte Zeit ist immer dünner gesät. Vor Wochen hatte ich monatlich ca......2- 3 mal im Monat eine kräftige Migräne. Ohne Tabletten kam ich nicht über den Tag. Heut scheinen sie wie weggeblasen zu sein. Aber was hat sich seid dem geändert? Vor 4 Wochen stellte ich meine Ernährung um und verzichtete am Abend auf die Kohlenhydrate wie Brot oder Nudeln. Ziel war und ist es noch, ein paar Pfund Gewicht wieder los zu werden. Das hat noch nicht geklappt, dafür bin ich möglicher Weise was anderes los geworden. Einen langjährigen Plagegeist – die Migräne.
  2. Gestern Abend sah ich noch mal den Film “Avatar” über RTL. Für mich ein wirklicher Kinogenuss in jeder Hinsicht. Die blaue Fantatsiewelt zog mich wieder einmal in ihren Bann und ich hatte auch nach 3 Stunden noch nicht genug davon. De Film endete mit der Wandelbarkeit des Menschen vom Bösen zum Guten, der sich von der Technik ab- und der Natur wieder zuwendet. Beste Unterhaltung für mich, die mit ihrer Botschaft ebenfalls nachdenklich machte.  Nach dem Film gab es nichts mehr zu sehen und doch zappte ich noch 2 oder 3 Stunden durch die zig Sender, ohne mir wirklich etwas ansehen zu wollen. Einfach nur so, ohne Plan. Es war schon nach 2 Uhr, als ich mich endlich von der Couch erhob um den mittlerweile schweren Hintern ins Bett zu tragen. Heute frage ich mich “Wie viele Stunden, Tage, Monate oder gar Jahre hat mir der Fernseher von meinem Leben schon gestohlen? Oder anders herum gefragt:” Wie viele Stunden, Tage, Monate oder Jahre habe ich mir selber vom leben sinnlos  vor der Glotze stehlen lassen?”

Vielleicht sollte ich einen Versuch starten und ebenso wie körperliche die geistige Ernährung umstellen und nicht alles in mich hineinstopfen, bis nichts mehr geht ?

Ostseemaus

07 April 2012

zu kalt für Osterhasen

Nachdem die Sonne gestern noch Hoffnung auf schönes Wetter machte

















 und meinen Hinterhof in satt grüner Farbe leuchten lies, meinte das Wetter für die heran nahenden Osterhasen dann doch nicht so gut. Grau de Ausblick und kalt die Luft auf den Balkon.
Dabei habe die Osterzeit aus meinen Kindertagen immer als besonders sonnig und warm in Erinnerung. Wie nett meine Kinderseele doch war. Sie hat sich nur die guten Sachen gemerkt und alles, was einem Kind lieb und teuer ist, im Sonnenschein abgespeichert. Da mag sicher auch die Vorfreude auf das Fest und die Freude über die Überraschung das Filter in jedem fall auf Sonnenschein eingestellt haben. 

27 Mai 2011

fatale Error

Wer seinen Lebensunterhalt mit der Produktion und den Verkauf von Obst und Gemüse bestreitet, hat jetzt schlechte Karten. Der Verbraucher hält sich zurück oder verbraucht gar nicht mehr. Auch meine Obst- und Gemüsebeutel im Küchenschrank bleiben z.Zt. leer – solange leer, bis Klarheit darüber ist, was oder wer den gefährlichen Virus für Menschen in Umlauf gebracht hat.

Trotz strenger Überwachung der Lebensmittel, die in den Handel kommen, passiert es leider immer wieder. Der Dioxin-Skandal liegt erst wenige Wochen hinter uns Verbraucher, steht der nächste Lebensmittelskandal schon vor der Tür.

Gestern stand ich im Supermarkt vor dem Gemüseregal, das brechend voll Gemüse und so billig, wie noch nie war. Eine Kundin sah genau so unentschlossen auf das prall gefüllte Regal und fragte mich: “Was kann man jetzt noch kaufen?”

Die verdächtigen und kontaminierten Gurken wurden gefunden. Sie kommen aus Spanien. Die Spanier, die jetzt auch fieberhaft nach der Quelle für den lebensgefährlichen Virus suchen.

(Bildquelle: Klick Bild)

Ich hoffe, die Quelle wird bald gefunden und die Ursachen behoben. Vielleicht war es ja nur eine Frage der Zeit, wann die Massenproduktion von Lebensmittel und deren logistische Verteilung gefährliche Viren mit in Umlauf bringt.

Wer gesund Leben will und zu frischen Gemüse greifen will, kann zur Zeit einen fatalen Fehler begehen.

Fatale Error !!!

Ostseemaus

28 März 2011

Farbe bekennen

Auch wenn der Ort der atomaren Verwüstung weit weg von unseren Breiengrad ist, die Welle des Bebens und damit eingeschlossen seine Auswirkungs auf das Kernkraftwerk in Fukushima, hat nun auch uns erreicht. Der Wähler hat reagiert und den Grünen einen Aufstieg ermöglicht. Sie hoffen darauf, dass die Grünen in unserem Land die AKWs einen nach dem anderen abschalten lassen. Eine deutliche Sprache der Wähler

Der Bürger ist aufgewacht und befürchtet,  Fukushima kann auch bei uns sein und auf welchem Pulverfass wir alle sitzen.

Bildquelle:”Klick Bild”

Und die Jahrzehnte lange Energiepolitik des Landes muss nun ausgebügelt werden. Ob die Grünen das schaffen werden?

Zumindest glauben die Wähler, dass sie diesen sensiblen Punkt – auch in Vergangenheit – der Menschen beseitigen.

Die Wähler haben Farbe bekannt und Grün gewählt. Sie wie die Grünen müssen nun auch die Schwarzen, Roten und Gelben Farbe bekennen und sich für reines Grün bekennen.

Ostseemaus

11 Februar 2011

wo steh ich?

Im Zwiegespräch mit mir selbst. Meine Blogbeschreibung sagt dies zumindest aus, jedoch laufen wenig Worte zu dem Thema durch den Blog. Wenn ich rückverfolge, was ich zu dem Thema “entpuppen” geschrieben hab, finde ich nur eine magere Ausbeute. Gibt es denn nichts, was ich mi zu sagen habe,ober sind alle Gedanken, die mich beschäftigen verschüttet und für immer in den Untergrund versunken.

Ich stehe weder am Anfang meiner Lebensjahre und die Mitte hab ich auch schon hinter mir gelassen. Aber am Ende stehe ich auch noch nicht. Wo stehe ich dann, wenn weder in der Mitte noch am Ende? Wie nennt man den Abschnitt, der sich dem Ende zwar nähert, jedoch das Ende noch in unsichtbarer Ferne ist. Also ein Mittelding von Mitte und Ende?

Daraus leitet sich eine weite Frage ab. Was fang ich ich mit dem Mittelteil an ? Soll ich ihn an mir vorbeiziehen lassen? Oder gibt es noch was, was mir das Gefühl von Aufbruchsstimmung vermittel kann?

04 Februar 2011

Suche nach der Weiche

Warten auf ein Signal, der mir den Weg zur Veränderung aufzeigt. Davon ist mein Tag geprägt. Ich bin drauf vorbereitet und nun schon voller Ungeduld. Was wird es sein. So herrscht eine unterschwellige freudigen Stimmung in mir auf den entscheidenden Moment, wenn mein Leben wieder in Fahrt kommt und an der entscheidenden Weiche auf den neuen Weg kommt.

Ich fühle mich, als würde ich morgen einen anderen Kontinent betreten, doch auf welches Land ich einen Fuß auf die Erde bekommen werde, weiß ich nicht. Er könnte wie eine Sonde auf einem unbekannten Planeten  einen sumpfigen, weichen, festen, harten oder steinigen Untergrund vorfinden. Am liebsten wäre mir natürlich ein fester Untergrund mit ausgerollten roten Teppich Aber ich denke, dieser Wunsch gehört sicher ins Land der ewigen Träume eines Tagträumers.

02 Februar 2011

auspendeln

Diese Nacht hab ich tief geschlafen und den größten Teil der Nacht verträumt. Ein Traum löste den anderen ab und einer davon brachte ein Baby zur Welt. Obwohl ich schon lange dem Alter entwachsen bin, ein neues Baby kann ich im Traum immer noch zur Welt bringen.

Dies ist jedoch nicht mit einem echten Baby zu vergleichen, sondern symbolisiert traumtechnisch einen Neuanfang. Damit hat hat mein Traum die Frage nach alt oder neu beantwortet. Zur Zeit sehe ich noch nicht, was an Neuem auf mich wartet. Mein Augen sind noch blind dafür. Ich kann noch nicht mal erahnen, worauf ich mich einstellen muss.

Auch laufe ich Gefahr, das Neue zu übersehen, wenn ich den Impuls nicht genügend wahrnehme.

Neue Impulse haben mich im Leben immer ein Stück weiter gebracht. Das Leben an sich bewegt sich zeitlich zwar immer weiter und kontinuierlich auf dem Zahlenstrahl weiter, doch das eigene kann trotzdem dabei still stehen.

Ich bin nun neugierig, wohin es mich auf dem Zahlenstrahl führen wird

29 Januar 2011

Verbindung

Das, was ich am schreiben immer spannend finde, sind die Erkenntnisse, die sich nachhaltig, als nachdem ich alles zu “Papier” gebracht habe, einen AHA auslösen.
Gestern beschrieb ich meine Todesangst, die sich als Makro-Gedanken-Blitz fast täglich in meinen Tagesauflauf einmischt. Diese Urangst vor dem eigenen Ende  ist sicher in jedem. Sie ist eben die Größte. Doch als sich meine niedergeschriebenen Worte von Tod und Verderben auf mich nachwirkten, erkannte ich den Hintergedanken dieser diffusen Angst.
Wie eine mathematische Formel summieren sich mein tägliches Einerlei mit der damit einhergehenden Langenweile zu einer Todesangst, die nach dem Gleichheitszeichen zu finden ist. Irgendwie gruselig – immer, wenn ich ans Ende denke. Aber die Zeit für die Katakomben ist noch nicht angebrochen
Aber warum diese Gedanken? Warum muss ich immer wieder an mein nahes Ende denken?
Heut kam ich drauf. Mein langweiliger Tagesablauf sich so öde geworden, das ich mich zu Tode langweile.
Darin liegt der Hund begraben.

28 Januar 2011

Endzeitstimmung ..

Tag für Tag ..läuft die Zeit wie Sand durch mein Leben und immer seltener finde ich Zeit, auch nur einem Sandkörnchen nachzuschauen. Und dabei hatte ich mir vorgenommen, mehr Zeit mit mir zu verbringen. Ja..mit mir, um meine Gedanken und Gefühle zu suchen. Sie scheinen mir abhanden gekommen zu sein. Die tägliche Zusammenkunft mit – vor Jahren hatte es täglich eine Stunde gemacht - versickert zwischen Schlaf, Essen und Arbeit.
Das führt dazu, dass ich an manchen Tagen leer fühle, weil ich außer innere Funkstille nichts weiter empfinde. Weder Liebe, noch Hass – keine dieser oder anderer brennenden Leidenschaften, die sonst meine private Gedankenwelt prägten. Fast kann man sagen, ich merk nichts mehr – oder doch?
Doch – etwas beängstigendes keimt in der ruhigen Leere in mir auf. Es zeigt sich wie ein kleines Aufblinken im dichten Nebel und hinterlässt nach jeden aufblitzen winzige Risse in meiner sicher geglaubten Hülle, die nur noch selten von außen anzukratzen ist. Aber von innen her zeigen sich  sich schon sowas wie kleine Haarrisse.
Es kann sein, dass die zahlreichen Todesfälle – sei es durch einen natürlichen und vor allem plötzlichen Tod oder durch unglückliche Umstände mit Todesfolge – Nachrichten dieser Art gehen wieder mal fast täglich durch die Medien - mich beeinflussen. Das löst bei mir schon mal ein paar zitterige Gedanke aus der Kruste, die ich um meine persönliche Todesangst aufgeschichtet und verhärtet hab. Aufdringlich treten diese Ängste plötzlich in mein Bewusstsein, ja, sie beeinflussen sogar meine Träume mit ihren Hintergedanken.
Vorgestern ging ich mehr als einmal im Traum auf der Green Mile zum Schafott. Ich weiß nicht mehr, unter welchen Bedingungen ich Kraft Gesetz von Leben zum Tode befördert werden sollte, aber es klappte einfach nicht. Ich musste immer wieder ins Leben zurück kehren. Die Zeit ist noch nicht reif für meinen Abgang. Aber Tag für Tag rücke ich dem Moment näher und näher. Kein schönes Gefühl, wenn sich mir aufdringlich dieser Gedanke vor die Nase hängt.